Kryotherapie

Kryotherapie

Bei einer Kryotherapie, oder auch Kältetherapie, wird Kälte lokal und gezielt eingesetzt, um Schwellungen, Schmerzen und Entzündungen zu hemmen oder zu vermindern. Sie zählt zu den sogenannten Thermotherapien und wird schon seit Jahrhunderten eingesetzt. Unter anderem hat bereits Hippokrates die Kältetherapie erwähnt. Einer der bekanntesten deutschen Vorläufern ist Sebastian Kneipp (1821 bis 1897) mit der Anwendung kurzer kalter Vollbäder.
Kälte hat je nach Wirkungsdauer unterschiedliche positive Effekte. Nach ungefähr 5 Minuten der Kühlung wirkt die Kälte zum Beispiel schmerzlindernd. 10 bis 15 Minuten Kühlung wirken sogar entzündungshemmend. Gezielter Einsatz von Kälte ist unter anderem für Sportler sehr interessant. Man kann mit der Kältetherapie Muskelkater, Verspannungen, Krämpfe oder Schwellungen vorbeugen und behandeln. Durch die Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen. Gleichzeitig erhöht sich der Blutfluss in den Venen. Schwellungen können dadurch mit einer Kältetherapie vermindert werden.

Kälte wird sowohl auf einem kleinerem Bereich lokal oder am ganzen Körper angewandt. Eine lokale Anwendung kann zum Beispiel bei oberflächlichen Hautveränderungen oder auch bei Verletzungen und entzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparats zum Einsatz kommen. Darunter fallen Prellungen, Zerrungen, Tennisarm, Fersensporn und sogar Rheuma.
Eine Anwendung am ganzen Körper kann unter anderem bei Bänder-, Gelenks- und Muskelverletzungen als auch bei rheumatischen Erkrankungen und spastischen Muskelverspannungen für Besserungen sorgen. Nach Operationen kann eine Kältetherapie ebenfalls sinnvoll sein und die Schmerzen des Patienten lindern.

Formen einer Kältetherapie

  • Eispackungen,Eiswickel und Eismanschetten, Eislolly
  • Kältespray und Gelpackung
  • Eisbad
  • Kältekammer

In unserer Praxis verwenden wir am häufigsten den Eislolly als Therapieform.
Wie fast jede Therapieform ist auch die Kältetherapie nicht bei jedem Patienten ratsam. Zum Beispiel sollte man bei Durchblutungsstörungen oder Sensibilitätsstörungen auf eine therapeutische Kälteeinwirkung verzichten, um den Gesundheitszustand des Patienten nicht zu verschlechtern. Grundsätzlich kann eine falsche Anwendung zu Erfrierungen führen. Das kann zum Beispiel bei einer zu langen Wirkzeit eines Eisbeutels passieren.
Halten sie sich daher immer an die Anweisungen ihres Therapeuten und Arztes, um Komplikationen zu vermeiden.