Training für den „Po“

Jeder hat doch schon mal vom Training für „Bauch, Beine, Po“ gehört. Was steckt denn eigentlich hinter dem so bekannten „Hüftgold“?
Das Fett an Hintern, Hüften und Oberschenkel wirkt als Entgifter. Bauchfett produziert Fettsäuren, die Entzündungen auslösen können, doch der Speck um die Hüften hält diese Fettsäuren auf, bevor sie sich in der Leber oder den Muskeln festsetzen. So verhindert der „dicke Po“ das Verkalken von Blutgefäßen: Er produziert Hormone, die den Blutzuckerspiegel regulieren.
Wissenschaftler von der Universität Tübingen stellten fest, dass schmale Taille und Fett an den Hüften gesund sind, weil das Fett das Herz und die Lungen schützt. Fett ist also nicht gleich Fett. Fett im Bauchraum sorgt dafür, dass schädigende Stoffe leicht in den Blutkreislauf gelangen und fördert so Diabetes und erhöht das Cholesterin-Level. Das gilt nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer.
Eine Einschränkung: Wenn Frauen oder Männer generell an Übergewicht leiden, gelten die positiven Eigenschaften des Hinternspecks nicht mehr.
Leider wurden die im „International Journal of Obesity“ veröffentlichte Studie („Gluteofemoral Body Fat as a Determinant of Metabolic Health“) im Boulevard-Journalismus verzerrt wiedergegeben unter dem Motto „Fetter Po ist gesund“. Doch die Studie kam zu dem Ergebnis, dass Menschen gesünder sind, die mehr Fett an Oberschenkeln und Gesäß haben als diejenigen, bei denen sich Fett im Bauchraum sammelt. Mit anderen Worten: Nicht der dicke Po sorgt für die Intelligenz, sondern die Gesamtfigur. Wer einen dicken Po hat und insgesamt zu viel Körperfett ist einem erhöhten Risiko von Diabetes, Erkrankungen des Herzstoffwechsels und Blutdruckproblemen ausgesetzt.

Übungen für den „Po“

Die „Po“-Muskeln lassen sich aufbauen und festigen – und das geht einfach, wenn Sie sich erst einmal überwunden haben, anzufangen. Sie können sogar am Schreibtisch ihren Po kräftigen. Dazu spannen Sie ihn dort an, wo Sie auf dem Stuhl sitzen, bis sich ihr Körper hebt. Das können Sie nicht nur täglich, sondern immer wieder von Neuem üben – sogar bei der Arbeit im Büro. könne sie eine kleines Training für den „Po“ durchführen.
Kniebeugen z.b. stützen ebenso die Oberschenkel wie die Pomuskeln. Dafür stellen Sie sich auf einen sicheren Boden mit den Beinen breit, aber nicht zu breit auseinander und gehen in die Knie. Wenn Sie eine Spannung in Oberschenkeln und Po spüren, sind Sie in der richtigen Position. Dann richten Sie sich wieder auf. Wenn es in den Muskeln „zwiebelt“ könne sie spüren, dass ihre Muskulatur arbeitet.
Haben Sie Probleme mit dem Knie? Dann können Sie sich statt die Knie zu beugen auch in die Hocke setzen und so lange aushalten wie möglich.