Diabetes

Sport und Bewegung sind gesund, ganz besonders bei Diabetes.
Der Grund: Sport steigert dauerhaft die Insulinempfindlichkeit der Zellen – und kann dadurch langfristig dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel auf natürliche Art zu senken.

Sport bei Typ-1-Diabetes

Beim Typ-1-Diabetes ist Bewegung kein wesentlicher Bestandteil der Therapie. Typ-1-Diabetikern kommen aber die gleichen positiven Wirkungen von Sport zugute wie allen anderen: Sie fühlen sich fitter und können beim Aktivsein Stress abbauen. Zudem beugen sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, für die auch bei Typ-1-Diabetes das Risiko erhöht ist.
Vor allem Menschen mit Typ-1-Diabetes sollten beim Sport aber ein wachsames Auge auf ihre Blutzuckerwerte haben: Diese können beim Training stark sinken. Sie müssen vor
dem Sport gegebenenfalls die Therapie anpassen – indem sie ihre Insulindosis reduzieren und/oder zusätzliche Kohlenhydrate zu sich nehmen.
Grundsätzlich gilt: Menschen mit Typ-1-Diabetes können jede Sportart ausüben, die sie möchten, und auch an Turnieren und Wettkämpfen teilnehmen – vorausgesetzt, sie sind gut vorbereitet und wissen, wie sie ihren Stoffwechsel beim Sport einstellen müssen. Diese Anpassung ist immer individuell und muss mit den Ärzt*innen oder den Diabetesberater*innen besprochen werden.

Sport bei Typ-2-Diabetes

Zu wenig Bewegung ist eine der Hauptursachen für Typ-2-Diabetes.
Deshalb ist es für Menschen mit diesem Diabetestyp besonders wichtig, sich ausreichend zu bewegen. Körperliche Aktivität senkt nicht nur den Blutzuckerspiegel, sie verbessert auch die Insulinempfindlichkeit der Zellen. Dieser Effekt lässt aber nach rund 48 Stunden wieder nach – regelmäßiges Training ist also wichtig, um die Blutzuckerwerte zu senken. Oft benötigen Typ-2-Diabetiker dann weniger Medikamente und eine Therapie mit Insulin lässt sich aufschieben oder vermeiden.
Und auch wenn die Ernährung die entscheidende Rolle spielt: Sport kann das Abnehmen unterstützen – oder zumindest dabei helfen, das Körpergewicht zu halten. Vor allem baut Bewegung Muskeln auf, die den Grundumsatz erhöhen, selbst wenn sie gar nicht aktiv sind. Sie senkt außerdem anhaltend den Spiegel von Stresshormonen wie Cortisol, verbessert den Blutdruck und wirkt einer Leberverfettung entgegen. Insgesamt kann regelmäßige Bewegung bei Typ-2-Diabetes so dazu beitragen, typische Folgen der Zuckerkrankheit wie Gefäßverkalkungen oder einen Herzinfarkt zu vermeiden.

Geeignete Sportarten für Diabetiker*innen

Das ideale Training setzt sich aus einer Mischung von Kraft- und Ausdauersport zusammen und beinhaltet außerdem Beweglichkeitsübungen. Insgesamt gilt: Lieber mehrmals pro Woche für kürzere Zeit aktiv sein als nur einmal am Wochenende über einen längeren Zeitraum. Von den positiven Effekten der Bewegung profitiert man nämlich, wenn man regelmäßig Sport treibt. Also nicht nur am Wochenende. Ideal ist auch, sich im Alltag so viel wie möglich zu bewegen. Zum Beispiel kürzere Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurücklegen und lieber die Treppe statt den Lift nehmen.
Empfohlene Sportarten

  • Nordic Walking
  • Yoga
  • Krafttraining
  • Wassergymnastik
  • Radfahren
  • Fitnessstudio
  • Gehfußball
  • Fitness-Trends