Massage

Massage

Die Massage beschreibt eine Behandlung bei der die Haut, das Bindegewebe und die Muskulatur durch Dehn-, Zug- und Druckreize mechanisch beeinflusst wird.

Massagen sind schon sehr lange eine Form der Physiotherapie und finden seinen Ursprung vermutlich im Osten Afrikas und Asien. Zum Beispiel finden sich frühe Nachweise in der indischen Gesundheitslehre und Heilkunst, in der Massagen in Verbindung mit ätherischen Ölen und Kräutern angewandt werden. Über den griechischen Arzt Hippokrates gelangt das medizinische Wissen über Massagen dann schließlich auch nach Europa. Die Massage wurde hier vor allem zur Rehabilitation der Gladiatoren im römischen Reich angewandt. Zwischenzeitlich verlor man trotz einigen Abhandlungen von einflussreichen Medizinern jedoch das Interesse an Massagen. Erst im 16. Jahrhundert wurde sie wieder Thema.

Die sogenannte „schwedische Epoche“ der manuellen Therapie begann mit Peter Henrik Ling (1776-1839). Er entwickelte die heute noch so bekannten Massageriffe. Heute werden Massagen im Vergleich zu früher nicht mehr von Ärzten ausgeführt. Es gibt heutzutage in Europa in fast jedem Staat eine entsprechende Ausbildung zum Masseur oder Physiotherapeuten.

Eine Massage kann sowohl als alleinige Behandlungsform gewählt werden, als auch in Verbindung mit anderen Therapieformen. In den meisten Fällen wird sie jedoch unterstützend angewandt.

Wirkungen

Der Therapeut benutzt je nach Patient und Beschwerden unterschiedliche Grifftechniken. Zu den klassischen Grifftechniken zählen Kneten, Streichen, Reiben und Klopfen.
Wirkungen von Massagen auf den Körper sind je nach Ausführung sehr unterschiedlich und können unter anderem folgende sein:

  • verspannte Muskelpartien lockern
  • Schmerzen reduzieren
  • Durchblutung und Stoffwechsel fördern
  • Kreislauf, Blutdruck, Atmung und Psyche positiv beeinflussen

Wann ist eine klassische Massage sinnvoll?

Dadurch, dass sie als Behandlung so vielseitig ist in ihrer Wirkung, kann sie bei unterschiedlichsten Beschwerden zu Besserungen führen und eine Therapie unterstützen. Bei Erkrankungen des Bewegungsapparats, Arthrose, rheumatische Erkrankungen, Asthma, Hautkrankheiten, bei psychosomatischen Störungen wie zum Beispiel Burnout und auch bei neurologischen Störungen wie zum Beispiel Multiple Sklerose oder Parkinson unterstützt eine Massage die Therapie und die Verbesserung des Wohlbefindens des Patienten.

Manche Erkrankungen eignen sich jedoch nicht mit Massagen behandelt zu werden, beispielsweise eine Thrombose oder Hauterkrankungen. Eine Massage kann in solchen Fällen zu Verschlechterungen führen, anstatt dem Patienten zu helfen. Halten sie daher im Zweifel immer mit ihrem Arzt Rücksprache.