Kinesio- und Leukotaping

Kinesio- und Leukotaping

Beim Kinesio- und Leukotaping geht es grundsätzlich darum, durch entweder dem Kinesiotape oder dem Leukotape, Bewegungseinschränkungen zu behandeln und Muskeln oder Gelenke zu entlasten.
Das kann durch gezielte Variation der Platzierung der Tapes erreicht werden. Die beiden Tapes werden aufgrund ihrer unterschiedlichen Eigenschaften für unterschiedliche Bereiche verwendet.

Kinesio Tape

Kinesio-Tapes gibt es schon seit 1973. Der japanische Chiropraktiker Kenzo Kase entwickelte es in Zusammenarbeit mit der Firma Nitto Denko Corporation. Das Kinesio Tape besteht aus einem Baumwollgewebe mit Elastan-Fäden und ist daher sehr elastisch. Es kann sich aufgrund dessen sehr gut an die Haut anpassen und dehnt sich oder zieht sich zusammen. Bei Anwendung auf der zu therapierenden Stelle schränkt es durch die Flexibilität die Bewegungsfreiheit nicht ein und kann somit optimal zur Unterstützung von schwachen oder verletzen Muskeln verwendet werden.
Kinesio Taping wirkt außerdem schmerzlindernd und stoffwechselanregend.

    Anwendungsbereich

  • Skoliose
  • Muskelverspannungen
  • Kopfschmerzen
  • LWS und HWS Syndrom
Leuko Tape

Im Vergleich zu Kinesio Tapes sind Leuko Tapes weniger flexibel. Daher können sie besonders gut zur Ruhigstellung oder zum Schutz vor Belastung von Gelenken oder Strukturen verwendet werden. Sie stellen jedoch im Gegensatz zu einem Gipsverband das Gelenk nicht vollständig ruhig. Dadurch wird bis zu einem gewissen Grad Bewegung und damit Funktion der Gelenke zugelassen. Das Tape besteht aus Viskosefasergewebe. Das Leukotape wurde 1901 vom deutschen Chemiker Isaak Lifschütz in Zusammenarbeit mit der Firma Beiersdorf entwickelt.
Im Sport wird das Tape häufig auch zu Erstversorgung benutzt, um gewisse Bewegungsrichtungen zu limitieren um bereits geschädigte Strukturen vor weiterer Verletzung zu schützen. Dadurch können Sportler weiterhin sportlich aktiv werden ohne Gefahr zu laufen, den empfindlichen verletzten Strukturen weiter schaden zuzufügen.

    Anwendungsbereich
  • funktionelle Verbände für Muskeln, Bänder und Gelenke
  • Präventiver Schutz vor weiteren Verletzungen
  • Körperhaltung korrigieren

Fazit
Wann wird also Kinesio-Tape und wann Leuko-Tape benutzt?
Leukotaping dient in erster Linie einer verbesserten Stabilität der Gelenke. Das ist vor allem beim Sportartspezifischen Training interessant. Kinseiotaping wirkt hingegen mehr unterstützend und weniger stabilisierend. Das bezieht sich unter anderem auf Unterstützung der Muskulatur oder Haltungskorrekturen.