Atlastherapie

Atlastherapie

Wenn man von Atlastherapie spricht, dann geht es um den ersten Halswirbel, der „Atlas“ oder C1 genannt wird. Er ist als erster Wirbel somit die Verbindungsstelle zwischen Kopf und Wirbelsäule und spielt für eben diese eine entscheidene Rolle.

Der Wirbel weist eine etwas abweichende Form auf im Vergleich zu den anderen Wirbeln. Er ist flacher geformt und ermöglicht damit die Beweglichkeit unseres Kopfes. Zusätzlich dazu wird der Wirbel hauptsächlich von Bändern in seiner Position gehalten und ist daher leichter anfällig für Verletzungen. Bei einer Fehlstellung des Atlas kann es aufgrund seiner wichtigen Rolle schnell zu einer Kettenreaktion kommen. Das kann sich dann sowohl auf den Bewegungsapparat als auch auf das Herz-Kreislauf- und das Nervensystem auswirken.

Die Beschwerden können zudem von Kopf- und Nackenschmerzen bis hin zu Schwerhörigkeit oder Herzrhythmusstörungen variieren. Die Beschwerdebilder sind dabei natürlich abhängig davon wie stark die Position des Atlas verschoben ist. Bei leicht veränderter Position sind die Beschwerden daher nur minimal spürbar und nicht so gravierend.

Eine solche Fehlstellung kann durch verschiedene Auslöser entstehen:

  • Schleudertrauma
  • Stürze
  • Intubationen während chirurgischer Eingriffe.

Aber auch eine unglückliche Bewegung kann bereits zu einer kleinen Verschiebung des Wirbels führen und damit gleich unsere Wirbelsäule und den Muskelapparat aus dem Gleichgewicht bringen.
Die Diagnose einer Atlasfehlstellung gestaltet sich als eher schwierig. Das liegt vor allem daran, dass eine solche Fehlstellung auf einem Röntgenbild nicht erkennbar ist. Mit einer gezielten Computertomografie lässt sich die Fehlstellung dann richtig erkennen. Aber auch ein Abtasten des Bereichs um den Wirbel kann Klarheit bringen, da die Muskulatur um den Atlas meist verhärtet ist, sollte er nicht an Ort und Stelle sitzen.

Die Therapie besteht aus Massage und Druckwellenbehandlung und zielt darauf ab dem Atlas mehr Bewegungsfreiraum zu verschaffen, indem man die umliegenden Muskeln und Sehnen lockert und die Fehlstellung dadurch korrigieren kann.

Manchmal reicht bei einer leichten Fehlstellung auch eine Wärmetherapie aus, die die Muskulatur lockert und so ohne weiteres Einwirken den Wirbel wieder an seinen Platz rücken lässt. Aber wie bei jeder Behandlung ist das natürlich vom Patienten und der Beschwerden abhängig.